Wichtigste Erkenntnisse
- Stripe kassiert, es macht dich nicht E-Rechnungs-konform. Die eigene Dokumentation ist an diesem Punkt eindeutig: Stripe Invoicing erstellt Rechnungsdatensätze und stellt die Daten über API und Webhooks bereit, generiert und überträgt aber keine rechtskonformen E-Rechnungsdateien (geprüft 05.10.2026). Dafür brauchst du eine App aus dem Stripe-Marktplatz oder eine eigene Webhook-Strecke.
- Deine Gebühr hängt an der Karte deines Kunden, nicht an deinem Umsatz. Eine europäische Standardkarte kostet 1,5 Prozent plus 0,25 Euro, eine europäische Premiumkarte 2,8 Prozent plus 0,25 Euro (geprüft 05.10.2026). Auf eine Anzahlung von 2.000 Euro sind das 26 Euro Unterschied, ohne dass du irgendetwas anders gemacht hast.
- Angebote liegen eine Preisstufe höher. Rechnungen laufen in Invoicing Starter mit 0,4 Prozent pro bezahlter Rechnung, Angebote gehören zur Stufe Invoicing Plus mit 0,5 Prozent (geprüft 05.10.2026). Der Funktionsunterschied ist größer als der Preisunterschied.
- Vor der Leistung zu kassieren löst zwei Probleme gleichzeitig. Eine Anzahlung bei der Buchung beseitigt die Zahlungserinnerung und den verlorenen Kalenderplatz in einem Schritt. Nach der Leistung zu mahnen beseitigt keines von beiden.
- Es sind drei Ebenen, nicht eine. Geld einziehen, eine Rechnung erzeugen und diese Rechnung gesetzeskonform übermitteln sind drei getrennte Bausteine. Sie zu verwechseln ist der teuerste Planungsfehler auf dem Weg zur Pflicht ab 2027.
Stripe ist ein Zahlungsdienstleister, und das ist präziser gemeint, als es klingt. Das Unternehmen zieht Geld von einer Karte oder einem Bankkonto ein, hält es kurz und zahlt es auf dein Geschäftskonto aus. Alles andere, was Stripe darüber hinaus verkauft, von Rechnungen über Abos bis zur Steuerberechnung, sind Zusatzprodukte mit eigener Preisliste.
Für Dienstleister in Deutschland entsteht die Verwirrung an einer bestimmten Stelle: Stripe kann eine Rechnung verschicken, und seit 2025 gibt es eine E-Rechnungspflicht. Daraus wird im Kopf schnell ein Haken, der noch nicht gesetzt ist. Dieser Artikel sortiert die Ebenen, nennt die tatsächlichen Gebühren für den deutschen Markt und zeigt, an welcher Stelle der bezahlte Kundentermin in die Strecke gehört.
Die drei Ebenen, die oft als eine gedacht werden
Jede Dienstleistung, die Geld kostet, läuft durch drei technisch getrennte Schritte. Stripe deckt den ersten vollständig ab, den zweiten teilweise und den dritten nicht.
| Ebene | Was passiert | Deckt Stripe das ab |
|---|---|---|
Zahlungsabwicklung | Karte oder Lastschrift belasten, Betrag auszahlen | Ja, das ist das Kernprodukt |
EbeneZahlungsabwicklung Was passiertKarte oder Lastschrift belasten, Betrag auszahlen Deckt Stripe das abJa, das ist das Kernprodukt | ||
Rechnungserstellung | Beleg mit Positionen, Steuer und Nummer erzeugen | Teilweise, als Zusatzprodukt Invoicing |
EbeneRechnungserstellung Was passiertBeleg mit Positionen, Steuer und Nummer erzeugen Deckt Stripe das abTeilweise, als Zusatzprodukt Invoicing | ||
Gesetzliche Übermittlung | Strukturierte E-Rechnung nach EN 16931 erzeugen und übertragen | Nein, nur über Partner-App oder eigene Webhook-Strecke |
EbeneGesetzliche Übermittlung Was passiertStrukturierte E-Rechnung nach EN 16931 erzeugen und übertragen Deckt Stripe das abNein, nur über Partner-App oder eigene Webhook-Strecke | ||
Bezahlter Termin | Zahlung an die Terminbuchung koppeln | Nein, das passiert im Buchungswerkzeug davor |
EbeneBezahlter Termin Was passiertZahlung an die Terminbuchung koppeln Deckt Stripe das abNein, das passiert im Buchungswerkzeug davor | ||
Die dritte Zeile ist die, an der Planungen scheitern. Stripe schreibt in der eigenen Dokumentation zur elektronischen Rechnungsstellung, dass sich Formate, Übertragungsnetze und Compliance-Regeln je Land unterscheiden und häufig ändern, und verweist deshalb auf spezialisierte Drittanbieter. Genannt wird Billit als bevorzugter Partner, alternativ eine eigene Integration, die auf das Ereignis einer erstellten Rechnung hört und die Daten an einen Anbieter weitergibt (geprüft 05.10.2026).
Für dich heißt das: Eine PDF-Rechnung aus dem Stripe-Dashboard ist ein kaufmännischer Beleg. Eine E-Rechnung im Sinne des Gesetzes ist sie nicht.
Die deutschen Fristen machen diesen Unterschied kostenpflichtig. Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes inländische Unternehmen E-Rechnungen nach EN 16931 empfangen und verarbeiten können. Beim Versand gilt eine Übergangsregelung: Wer 2026 weniger als 800.000 Euro Gesamtumsatz hatte, darf noch bis Ende 2027 in anderen Formaten ausstellen, darüber liegt der Stichtag am 1. Januar 2027. Ab 2028 gilt die Pflicht ohne Ausnahme. Wie eine solche Datei konkret entsteht, steht in der Anleitung zum E-Rechnung erstellen.
Welche Ebene ist bei dir das Problem? Wenn Kunden gar nicht zahlen, ist es Ebene eins. Wenn du Rechnungen zu spät schreibst, Ebene zwei. Wenn dein Steuerberater nach XRechnung fragt, Ebene drei. Drei verschiedene Probleme, drei verschiedene Werkzeuge.
Was Stripe in Deutschland tatsächlich kostet
Es gibt keine monatliche Grundgebühr. Die Entscheidung spielt sich bei den Zahlungsarten ab, und dort vor allem beim Kartentyp, den deine Kunden vorlegen.
| Zahlungsart | Gebühr (Deutschland, geprüft 05.10.2026) |
|---|---|
Europäische Standardkarte | 1,5 % + 0,25 € |
ZahlungsartEuropäische Standardkarte Gebühr (Deutschland, geprüft 05.10.2026)1,5 % + 0,25 € | |
Europäische Premiumkarte | 2,8 % + 0,25 € |
ZahlungsartEuropäische Premiumkarte Gebühr (Deutschland, geprüft 05.10.2026)2,8 % + 0,25 € | |
Karte aus dem Vereinigten Königreich | 2,5 % + 0,25 € |
ZahlungsartKarte aus dem Vereinigten Königreich Gebühr (Deutschland, geprüft 05.10.2026)2,5 % + 0,25 € | |
Internationale Karte | 3,15 % + 0,25 € |
ZahlungsartInternationale Karte Gebühr (Deutschland, geprüft 05.10.2026)3,15 % + 0,25 € | |
Währungsumrechnung | zusätzlich 2 % |
ZahlungsartWährungsumrechnung Gebühr (Deutschland, geprüft 05.10.2026)zusätzlich 2 % | |
SEPA-Lastschrift | 0,35 € |
ZahlungsartSEPA-Lastschrift Gebühr (Deutschland, geprüft 05.10.2026)0,35 € | |
Klarna | ab 2,99 % + 0,35 € |
ZahlungsartKlarna Gebühr (Deutschland, geprüft 05.10.2026)ab 2,99 % + 0,35 € | |
Rückbuchung | 20,00 € je Fall |
ZahlungsartRückbuchung Gebühr (Deutschland, geprüft 05.10.2026)20,00 € je Fall | |
Sofortauszahlung | 1 % des Volumens, mindestens 0,50 € |
ZahlungsartSofortauszahlung Gebühr (Deutschland, geprüft 05.10.2026)1 % des Volumens, mindestens 0,50 € | |
Die Zeile mit der Premiumkarte verdient einen Moment Aufmerksamkeit, wenn du Firmenkunden abrechnest. Corporate Cards fallen häufig in diese Kategorie, und der Sprung von 1,5 auf 2,8 Prozent ist keine Kleinigkeit bei Beträgen im vierstelligen Bereich.
Die Rechnungs- und Abrechnungsbausteine werden getrennt bepreist, ebenfalls ohne festes Abo.
| Stripe-Produkt | Preis (geprüft 05.10.2026) |
|---|---|
Invoicing Starter | 0,4 % pro bezahlter Rechnung |
Stripe-ProduktInvoicing Starter Preis (geprüft 05.10.2026)0,4 % pro bezahlter Rechnung | |
Invoicing Plus, mit Angeboten | 0,5 % pro bezahlter Rechnung |
Stripe-ProduktInvoicing Plus, mit Angeboten Preis (geprüft 05.10.2026)0,5 % pro bezahlter Rechnung | |
Billing, nutzungsabhängig | 0,7 % des Billing-Volumens |
Stripe-ProduktBilling, nutzungsabhängig Preis (geprüft 05.10.2026)0,7 % des Billing-Volumens | |
Billing, Jahresvertrag | ab 500 € pro Monat |
Stripe-ProduktBilling, Jahresvertrag Preis (geprüft 05.10.2026)ab 500 € pro Monat | |
Tax Basic, API-Anbindung | 0,45 € je Transaktion |
Stripe-ProduktTax Basic, API-Anbindung Preis (geprüft 05.10.2026)0,45 € je Transaktion | |
Tax Basic, ohne Code | 0,5 % je Transaktion |
Stripe-ProduktTax Basic, ohne Code Preis (geprüft 05.10.2026)0,5 % je Transaktion | |
Radar | ab 10 € pro Monat |
Stripe-ProduktRadar Preis (geprüft 05.10.2026)ab 10 € pro Monat | |
Die deutsche Preisseite führt bei Invoicing nur die Starter-Stufe auf, die Plus-Stufe mit Angeboten findet sich in der Produktdokumentation. Wer Angebote als Teil des Verkaufsprozesses braucht, sollte diese Stufe vor der Einrichtung einplanen statt nachträglich zu entdecken. Dass die Prozente auf Rechnungen überhaupt anfallen, ist nicht allen bewusst: In einem Thread in r/selbststaendig zur Rechnungsgebühr bei Stripe fällt es einem Nutzer erst beim Durchsehen der eigenen Abrechnungen auf (Diskussion in r/selbststaendig).
Die Strecke vom Auftrag zur Zahlung aufbauen
Schritt 1: Entscheiden, wo das Angebot entsteht
Diese Entscheidung fällt vor jedem Dashboard-Login, weil sie den Rest der Strecke festlegt. Ein Angebot in Stripe durchläuft die Zustände Entwurf, offen, angenommen und storniert und erzeugt nach der Annahme eine Rechnung oder ein Abo.
Zwei Grenzen gehören vorher auf den Tisch. Angebote setzen die Stufe Invoicing Plus voraus, nicht Starter. Und die Annahme ist ein Vorgang auf deiner Seite: Du markierst das Angebot im Dashboard oder per API als angenommen. Eine Freigabe durch den Kunden mit rechtssicherer Unterschrift ist das nicht. Wenn ein unterschriebenes Dokument zu deinem Ablauf gehört, brauchst du daneben eine elektronische Signatur.
Schritt 2: Vor der Leistung kassieren, nicht danach
Der übliche Ablauf, erst leisten, dann abrechnen, dann warten, ist genau der, der offene Posten erzeugt. Drei Varianten funktionieren in der Praxis: ein Zahlungslink im Angebot, eine Anzahlung im Moment der Terminbuchung oder eine Kartenfreigabe, die bei Nichterscheinen belastet wird.
Die zweite Variante ist die einzige, die zusätzlich den verlorenen Kalenderplatz verhindert, weil die Hürde vor der Blockade des Termins liegt und nicht danach. Wie sich das konkret einrichten lässt, steht im Leitfaden zur Terminbuchung mit Bezahlung. Welche Kombinationen aus Erinnerung und Anzahlung tatsächlich wirken, haben wir in der Übersicht zum Senken der No-Show-Rate aufgeschrieben.
Schritt 3: Die E-Rechnungspflicht getrennt lösen
Hier entstehen die Kosten, die in keiner Planung stehen. Du hast drei Wege, aufsteigend nach Arbeitsaufwand: Dein Rechnungsprogramm erzeugt die strukturierte Datei bereits, Stripe bleibt reiner Kassierer. Oder du installierst eine E-Invoicing-App aus dem Stripe-Marktplatz, dann kommen ein zweites Abo und ein Abstimmungspunkt hinzu. Oder du baust die Strecke per Webhook selbst, was unterhalb von mehreren Tausend Rechnungen pro Jahr selten aufgeht.
Der erste Weg ist der ruhigste, und genau danach wird gesucht. In einem Thread in r/selbststaendig mit sieben Kommentaren fragt jemand nach einem externen Rechnungswerkzeug für eine frische Stripe-Anbindung, weil die Rechnungsseite mit dem Zahlungsdienstleister allein nicht trägt (Diskussion in r/selbststaendig). Für Einzelunternehmen sortiert der Vergleich der Rechnungsprogramme für Kleinunternehmer die Kandidaten.
Schritt 4: Gebühren, Auszahlung und Buchhaltung zusammenbringen
Stripe zahlt nicht den Bruttobetrag aus, sondern den Betrag abzüglich der Gebühren, oft gebündelt über mehrere Zahlungen. Deine Rechnung lautet aber auf den Bruttobetrag, und die Umsatzsteuer bemisst sich daran. In einem Thread in r/Steuern mit fünf Kommentaren wundert sich jemand genau darüber, weil der Zahlungseingang nicht zu dem passt, was auf der Rechnung steht (Diskussion in r/Steuern).
Praktisch bedeutet das drei Buchungen pro Vorgang: Erlös, Gebühr als Aufwand, Zahlungseingang. Wer das von Hand macht, verliert Stunden im Monat. In einem Thread in r/selbststaendig mit rund 40 Kommentaren zur Vorbuchhaltung für den DATEV-Export dreht sich die Diskussion genau um das Aufsplitten von Gebühren, Rückerstattungen und Rückbuchungen (Diskussion in r/selbststaendig). Eine Anbindung an sevdesk oder Lexware erledigt diesen Teil, die Grundlagen stehen in der Einführung zur Buchhaltung.
Schritt 5: Zwei Zahlen prüfen, bevor du etwas umstellst
Rechne über die letzten zwölf Monate deine effektive Gebührenquote: Summe aller Stripe-Gebühren geteilt durch den eingenommenen Umsatz. Sie liegt fast immer über dem beworbenen Satz, weil Premiumkarten, Auslandskarten, Umrechnungen und Rückbuchungen mit drinstecken.
Die zweite Zahl ist dein durchschnittlicher Zahlungseingang in Tagen, gerechnet vom Rechnungsversand bis zum Geldeingang. Über 30 Tagen liegt der Hebel nicht beim Zahlungsdienstleister, sondern beim Zeitpunkt, an dem du nach dem Geld fragst. Für die Gegenrechnung reichen der Mehrwertsteuer-Rechner und der Rechnungsgenerator.
Wo meetergo in dieser Strecke sitzt
meetergo ist ein in Köln entwickeltes Werkzeug für Terminbuchung und Kundenerfassung mit Funktionsabdeckung über Branchen hinweg, von Vertrieb über Kanzleien und Praxen bis zu Bildung und Versicherung. Auf der hier beschriebenen Strecke deckt es zwei Stellen ab: die Zahlung im Moment der Buchung und die Kette vom Angebot zur Rechnung. Der Zahlungsdienstleister bleibt dabei Stripe, PayPal oder Mollie.
Die Stripe-Integration wird unter Einstellungen und Integrationen über Stripe Connect verbunden und kassiert bei der Buchungsbestätigung, bei Stornierung läuft die Rückerstattung zurück. PayPal und Mollie sind die beiden anderen dokumentierten Anbieter. Die Zahlungsseite nennt den Umfang: Zahlungslinks als Link oder QR-Code, Veranstaltungstickets mit gehaltenem Platz bis zur Zahlung, Gutscheine, 8 Währungen, automatische Rechnung nach jeder Zahlung, Rückerstattung per Klick und 0 Prozent Anteil für meetergo oben drauf, ab dem Light-Tarif.

Auf der Rechnungsseite übernimmt das Modul für Angebote und Rechnungen die Kontaktdaten und Positionen aus dem integrierten CRM, macht aus einem freigegebenen Angebot per Klick eine Rechnung und verschickt bei Überfälligkeit automatische Mahnungen. Die Dateien entstehen strukturiert nach EN 16931, kompatibel mit XRechnung und ZUGFeRD, der Export läuft DATEV-kompatibel, und steuerfreie Leistungen wie Heilbehandlung oder Unterricht lassen sich ohne Mehrwertsteuer ausweisen. Free und Light erlauben 3 Rechnungen im Monat, Suite hebt die Grenze auf (geprüft 05.10.2026). Die Server stehen in Nürnberg, das Unternehmen hat keine US-Muttergesellschaft, die Daten bleiben unter EU-Recht.

| Plan | Preis |
|---|---|
Free | 0 Euro, dauerhaft kostenlos |
PlanFree Preis0 Euro, dauerhaft kostenlos | |
Light | 9,90 Euro pro Nutzer und Monat |
PlanLight Preis9,90 Euro pro Nutzer und Monat | |
Suite | 29,90 Euro pro Nutzer und Monat, regulär 34,90 Euro |
PlanSuite Preis29,90 Euro pro Nutzer und Monat, regulär 34,90 Euro | |
Premium | 49,90 Euro pro Nutzer und Monat, regulär 59,90 Euro |
PlanPremium Preis49,90 Euro pro Nutzer und Monat, regulär 59,90 Euro | |
Enterprise | auf Anfrage |
PlanEnterprise Preisauf Anfrage | |
Die vollständige Aufstellung steht auf der Preisübersicht.
Ehrlich bleibt die Abgrenzung an zwei Punkten. meetergo ist kein Zahlungsdienstleister: Die Gebühren aus der Tabelle weiter oben fallen weiter an, meetergo legt nichts dazu. Und die Verantwortung für die gesetzeskonforme Übermittlung deiner Rechnungen bleibt bei deinem Unternehmen, auch wenn das Format stimmt. Wer dagegen Termine mit Anzahlung verkauft und aus derselben Buchung Angebot und Rechnung erzeugen will, bekommt diese Strecke an einer Stelle statt über drei Werkzeuge verteilt. Für Dienstleister und Agenturen rechnet meetergo den Ersatz von acht Einzelwerkzeugen mit rund 1.453 Euro Einsparung pro Jahr und Nutzer gegen, bei über 40.000 Nutzern insgesamt.
Wenn du die Anzahlung an einem echten Termin ausprobieren willst, kannst du kostenlos ein Konto anlegen und Stripe erst verbinden, wenn die Strecke steht.
Die vier teuersten Denkfehler
Die Stripe-PDF für eine E-Rechnung halten. Ein automatisch verschicktes PDF erfüllt die Pflicht nicht, weil das strukturierte Format und der Übertragungsweg fehlen. Diesen Haken setzt erst eine Partner-App oder dein Rechnungsprogramm.
Invoicing Starter wählen und dann die Angebote suchen. Der Preisunterschied zu Plus ist klein, der Funktionsunterschied nicht. Entscheide zuerst, ob ein Angebot zu deinem Verkauf gehört.
Die Kartenmischung nicht kennen. Wer überwiegend Firmenkunden abrechnet, zahlt öfter den Premiumsatz, als er denkt. Ein Jahr Abrechnungen durchsehen kostet eine Stunde und korrigiert die Kalkulation dauerhaft.
Nach der Leistung abrechnen, aus Gewohnheit. Das ist der am leichtesten umkehrbare Fehler der Liste und der lohnendste. Die Zahlungsfrage vor den Termin zu verschieben, erledigt den offenen Posten und das Nichterscheinen in einem Zug.
DSGVO: was durch Stripe läuft
Für Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum ist Stripe Payments Europe, Limited der Vertragspartner, Streitigkeiten werden in Dublin verhandelt (geprüft 05.10.2026). Über dieser irischen Gesellschaft steht ein US-Konzern, und damit greift US-amerikanisches Recht mit extraterritorialer Wirkung. Was das konkret bedeutet, steht in der Einordnung zum CLOUD Act.
Durch Stripe laufen neben den Bankdaten auch Name, E-Mail, Betrag und manchmal die Leistungsbezeichnung. Für eine Praxis, deren Rechnungsposition den Behandlungsgrund verrät, ist eine neutrale Bezeichnung billiger als eine juristische Diskussion. Drei Reflexe helfen: nur die Felder übergeben, die die Zahlung braucht, den Drittlandtransfer im Verarbeitungsverzeichnis dokumentieren und prüfen, ob die Rechnungskette unter europäischem Recht bleiben kann, auch wenn das Kassieren über einen US-Konzern läuft. Welche Regeln je Sitz des Anbieters gelten, steht auf der Seite zu den Datenschutzgesetzen, die Auswahlkriterien in der Übersicht zu DSGVO-konformer Software.
Ein Sonderfall betrifft Kleinunternehmer. Wenn ein Anbieter als Merchant of Record auftritt, verschiebt sich die steuerliche Rolle, und die Kleinunternehmerregelung passt nicht mehr automatisch dazu. In einem Thread in r/selbststaendig mit neun Kommentaren wird genau diese Kombination diskutiert, ohne eindeutiges Ergebnis (Diskussion in r/selbststaendig). Das ist eine Frage für die Steuerberatung, nicht für ein Hilfeforum.
Was zu tun ist, wenn du heute anfängst
Nimm Stripe für das, was es gut macht, und erwarte nichts darüber hinaus. Richte die Zahlungsarten ein, die deine Kunden tatsächlich nutzen, und schalte die Varianten ab, deren Gebühr du nicht tragen willst.
Löse die Rechnungsseite dort, wo auch der E-Rechnungs-Haken gesetzt wird, und nicht im Zahlungsdashboard. Das kann dein Buchhaltungsprogramm sein oder eine Suite, die Angebot, Rechnung und Mahnung zusammenhält. Eine Vorlage für den Aufbau einer Rechnung steht in der Anleitung zum Rechnung schreiben.
Verschiebe zuletzt den Moment der Zahlung nach vorn. Das ist die einzige Änderung in dieser Liste, die deine Gebührenquote unberührt lässt und trotzdem Geld bringt, weil sie Ausfälle und leere Termine gemeinsam angeht. Wer das an der Buchung festmachen will, findet die Mechanik unter Terminplanung und den automatischen Teil unter Workflows.
Terminbuchung + Videokonferenz in einem Tool.
Terminbuchung + Videokonferenz in einem Tool.
Häufige Fragen
Ist Stripe in Deutschland erlaubt?
Ja. Für Geschäftskunden im Europäischen Wirtschaftsraum ist Stripe Payments Europe, Limited der Vertragspartner, und das Unternehmen arbeitet in Deutschland unter europäischer Finanzaufsicht. Zu klären bleibt der Datenschutz, weil über der irischen Gesellschaft ein US-Konzern steht.
Wie seriös ist Stripe?
Stripe ist ein etablierter Zahlungsdienstleister mit PCI-konformer Abwicklung und öffentlich dokumentierten Preisen. Kritik aus der Praxis betrifft selten die Abwicklung selbst, sondern die Begleitkosten: Rückbuchungen für 20 Euro je Fall, 2 Prozent Währungsumrechnung und die prozentualen Gebühren der Zusatzprodukte (geprüft 05.10.2026).
Wie funktioniert die Stripe-Zahlung?
Dein Kunde gibt die Zahlungsdaten auf einer von Stripe gehosteten Seite oder einem Zahlungslink ein. Stripe belastet Karte oder Konto, behält die Gebühr ein und zahlt den Rest nach dem eingestellten Rhythmus auf dein Geschäftskonto aus. Deine Rechnung lautet weiter auf den Bruttobetrag, nicht auf den Auszahlungsbetrag.
Was ist besser, Stripe oder PayPal?
Das hängt daran, wer bezahlt. PayPal ist im deutschen Privatkundengeschäft bekannter und senkt die Hemmschwelle, Stripe ist bei Kartenzahlung und eigener Checkout-Gestaltung flexibler und meist günstiger bei europäischen Standardkarten. In meetergo lassen sich beide parallel anbieten, sodass die Entscheidung beim Kunden liegt.
Kann Stripe E-Rechnungen nach XRechnung erstellen?
Nein, nicht selbst. Stripe Invoicing erzeugt Rechnungsdatensätze und stellt sie über API und Webhooks bereit, generiert und überträgt aber keine rechtskonformen E-Rechnungsdateien (geprüft 05.10.2026). Dafür brauchst du eine App aus dem Stripe-Marktplatz, eine eigene Webhook-Strecke oder ein Rechnungsprogramm, das das Format erzeugt.
Was kostet Stripe pro Zahlung?
Eine europäische Standardkarte kostet 1,5 Prozent plus 0,25 Euro, eine europäische Premiumkarte 2,8 Prozent plus 0,25 Euro, eine internationale Karte 3,15 Prozent plus 0,25 Euro und eine SEPA-Lastschrift 0,35 Euro (geprüft 05.10.2026). Eine monatliche Grundgebühr gibt es nicht.
Kann ich Termine über Stripe bezahlt buchen lassen?
Nicht über Stripe allein, weil dort kein Kalender und keine Buchungsseite existiert. Die Buchungsseite kommt aus einem Terminwerkzeug, das Stripe als Zahlungsanbieter anbindet und den Betrag bei der Buchungsbestätigung einzieht, entweder vollständig oder als Anzahlung.





