Das Wichtigste in Kürze
- Microsoft verkauft kein Produkt namens „Microsoft CRM". Gemeint ist fast immer Dynamics 365 Sales. Daneben stehen Business Central für Warenwirtschaft und Customer Service für Support, jedes mit eigener Preisliste und eigener Lizenzlogik.
- Der Einstieg kostet 56,30 € pro Benutzer und Monat, die Vollversion 91,00 €. Sales Professional, Sales Enterprise und Sales Premium liegen bei 56,30 €, 91,00 € und 130,00 € netto bei jährlicher Abrechnung (geprüft 25.10.2026).
- Professional ist auf 15 eigene Tabellen begrenzt, und Prognose fehlt komplett. Wer Forecasting, Gebietsmanagement oder Vertriebsziele braucht, zahlt den Enterprise-Preis. Beide Lizenzen lassen sich laut Microsofts Lizenzleitfaden nicht in derselben Umgebung mischen.
- Bei 3,8 von 5 Sternen auf G2 drehen die Kritikpunkte um Einrichtung, nicht um Funktionen. Die 1.624 Bewertungen nennen Einarbeitung, Konfigurationsaufwand und Lizenzkosten, nicht fehlende Features.
- Serverstandort und Konzernsitz sind zwei verschiedene Fragen. Dynamics 365 ist in deutschen und europäischen Regionen verfügbar, der Mutterkonzern unterliegt trotzdem US-Recht. Für Kanzleien und Praxen entscheidet das oft vor dem Preis.
Die schwierigste Frage bei Microsofts CRM ist nicht der Preis, sondern welches Produkt überhaupt gemeint ist. Wer nach einer Software CRM von Microsoft sucht, landet zwischen Dynamics 365 Sales, Business Central und einer Reihe von Copilot-Zusätzen, die separat abgerechnet werden. Dieser Artikel sortiert die Produktnamen, rechnet mit geprüften Euro-Preisen und benennt die Lizenzgrenzen, an denen kleine Vertriebsteams typischerweise hängen bleiben.
Welches Produkt ist eigentlich Microsofts CRM?
Microsoft hat die Marke „Dynamics CRM" vor Jahren aufgelöst und die Funktionen in getrennt lizenzierte Apps zerlegt. Der Teil, den andere Anbieter CRM nennen, heißt heute Dynamics 365 Sales. Alles andere ist benachbart, aber nicht dasselbe.
| Produkt | Was es abdeckt | Preis pro Benutzer/Monat |
|---|---|---|
Dynamics 365 Sales | Kontakte, Leads, Verkaufschancen, Pipeline | ab 56,30 € |
ProduktDynamics 365 Sales Was es abdecktKontakte, Leads, Verkaufschancen, Pipeline Preis pro Benutzer/Monatab 56,30 € | ||
Dynamics 365 Business Central | Warenwirtschaft, Finanzen, Auftragsabwicklung | ab 69,30 € |
ProduktDynamics 365 Business Central Was es abdecktWarenwirtschaft, Finanzen, Auftragsabwicklung Preis pro Benutzer/Monatab 69,30 € | ||
Dynamics 365 Customer Service | Tickets, Fälle, Support-Workflows | ab 43,30 € |
ProduktDynamics 365 Customer Service Was es abdecktTickets, Fälle, Support-Workflows Preis pro Benutzer/Monatab 43,30 € | ||
Dynamics 365 Customer Insights - Journeys | Marketing-Automatisierung (vormals Dynamics 365 Marketing) | auf Anfrage |
ProduktDynamics 365 Customer Insights - Journeys Was es abdecktMarketing-Automatisierung (vormals Dynamics 365 Marketing) Preis pro Benutzer/Monatauf Anfrage | ||
Microsoft 365 | Office, Outlook, Teams, kein CRM | nicht enthalten |
ProduktMicrosoft 365 Was es abdecktOffice, Outlook, Teams, kein CRM Preis pro Benutzer/Monatnicht enthalten | ||
Alle Preise netto, jährliche Abrechnung, geprüft am 25.10.2026.
Zwei Umbenennungen sorgen bis heute für Verwirrung in Vergleichslisten. Microsoft führt das Marketing-Produkt jetzt als Customer Insights - Journeys, das frühere Customer Insights heißt Customer Insights - Data. Wer in einem älteren Vergleich „Dynamics 365 Marketing" liest, sieht ein Produkt, das es unter diesem Namen nicht mehr gibt.
Wichtig für die Budgetplanung: Ein Microsoft-365-Abo enthält kein CRM. Outlook und Teams liefern Postfach und Kalender, die Kundenakte ist ein separates Abo. Für die Terminseite verkauft Microsoft zusätzlich Microsoft Bookings, das mit Dynamics 365 Sales nichts zu tun hat und als eigenes Werkzeug im Microsoft-365-Umfeld läuft.
Dynamics 365 Sales im Kurzprofil
| Merkmal | Stand 25.10.2026 |
|---|---|
Anbieter | Microsoft Corporation, Redmond, USA |
MerkmalAnbieter Stand 25.10.2026Microsoft Corporation, Redmond, USA | |
Produktname | Dynamics 365 Sales |
MerkmalProduktname Stand 25.10.2026Dynamics 365 Sales | |
Lizenzstufen | Professional, Enterprise, Premium, Relationship Sales |
MerkmalLizenzstufen Stand 25.10.2026Professional, Enterprise, Premium, Relationship Sales | |
Einstiegspreis | 56,30 €/Benutzer/Monat, netto, jährliche Abrechnung |
MerkmalEinstiegspreis Stand 25.10.202656,30 €/Benutzer/Monat, netto, jährliche Abrechnung | |
Mindestabnahme | keine, außer Relationship Sales ab 10 Plätzen |
MerkmalMindestabnahme Stand 25.10.2026keine, außer Relationship Sales ab 10 Plätzen | |
Eigene Tabellen in Professional | 15 |
MerkmalEigene Tabellen in Professional Stand 25.10.202615 | |
Datenregionen | Deutschland, Europa, Frankreich, Schweiz, Schweden, Norwegen |
MerkmalDatenregionen Stand 25.10.2026Deutschland, Europa, Frankreich, Schweiz, Schweden, Norwegen | |
KI-Funktionen | Copilot enthalten ab Enterprise, Agenten brauchen Copilot-Credits |
MerkmalKI-Funktionen Stand 25.10.2026Copilot enthalten ab Enterprise, Agenten brauchen Copilot-Credits | |
Testversion | vorhanden, Laufzeit wird auf der Preisseite nicht genannt |
MerkmalTestversion Stand 25.10.2026vorhanden, Laufzeit wird auf der Preisseite nicht genannt | |
G2-Bewertung | 3,8 von 5 aus 1.624 Bewertungen |
MerkmalG2-Bewertung Stand 25.10.20263,8 von 5 aus 1.624 Bewertungen | |
Was Dynamics 365 Sales tatsächlich tut
Die Grundfunktionen entsprechen dem, was jedes B2B-CRM mitbringt: Firmen, Kontakte, Leads, Verkaufschancen und eine Pipeline mit Phasen. Der Unterschied liegt weniger in diesen Objekten als in ihrer Verdrahtung mit dem Rest des Microsoft-Stacks und in der Frage, welche Stufe welche Funktion freischaltet.
Der Microsoft-Kontext als eigentliches Argument
Das stärkste Argument für Dynamics 365 Sales ist selten eine einzelne Funktion, sondern der Umstand, dass Postfach, Kalender, Besprechung und Kundenakte vom selben Anbieter kommen. Mails und Termine fließen aus Outlook in den Datensatz, Besprechungen laufen über Teams, Auswertungen landen in Power BI. Wer ein anderes CRM betreibt, baut diese Brücken über Konnektoren; meetergo verbindet sie beispielsweise über eigene Anbindungen an Outlook und Microsoft Teams.
Diese Integrationstiefe ist der Grund, warum Dynamics 365 in Unternehmen mit bestehender Microsoft-Landschaft auf der Liste landet und in Betrieben ohne sie fast nie. Der Vorteil hängt also an einer Voraussetzung, die vorher da sein muss.
Copilot und die Agenten, die Credits verbrauchen
Microsoft führt Copilot in Dynamics 365 Sales ab der Enterprise-Lizenz als enthalten, inklusive vorgefertigter Agenten wie einem Verkaufsabschluss-Agenten, Zusammenfassungen von Verkaufschancen und Unterstützung bei Mails und Besprechungen. Premium legt 1.000 Copilot-Credits pro Benutzer und Monat obendrauf, dazu KI-gesteuerte Datenanreicherung und empfohlene Aktionen (geprüft 25.10.2026).
Der Haken steckt in der Abrechnung. Agentenfunktionen laufen über Copilot-Credits, und diese Credits werden in eigenen Plänen über Copilot Studio verkauft, die ein Azure-Abo voraussetzen. Die KI-Kosten eines Dynamics-Projekts sind damit keine Zeile in der CRM-Rechnung, sondern eine zweite Rechnung mit eigenem Verbrauchsmodell.
Prognose, Gebiete und Ziele beginnen erst bei Enterprise
Hier liegt die Grenze, die kleine Teams am häufigsten unterschätzt. Microsofts Lizenzleitfaden führt Prognose, Gebietsmanagement, Vertriebsziele, Produktfamilien, Geschäftseinheiten und Mitbewerberverwaltung in den Spalten für Enterprise und Premium, nicht in der Professional-Spalte. Wer mit 56,30 € kalkuliert und später eine Pipeline-Prognose braucht, kalkuliert faktisch mit 91,00 €.
Dasselbe gilt für Sales Insights. Die Funktionen rund um Vorhersagen und Beziehungsanalysen lassen sich laut Leitfaden auf eine Enterprise- oder Relationship-Sales-Lizenz aufsatteln, Professional-Benutzer sind davon ausgenommen.
Vertriebsbeschleunigung und Konversationsintelligenz mit Mengenlimit
Zwei Funktionen, die in Produktvergleichen als Häkchen erscheinen, haben in der Enterprise-Lizenz eine Mengenbegrenzung: Der Sales Accelerator verarbeitet 1.500 mit einer Sequenz verbundene Datensätze pro Umgebung und Monat, und dieselbe Grenze gilt für die Lead- und Opportunity-Bewertung. Premium hebt beides auf. Konversationsintelligenz ist in Enterprise und Premium ohne Stundenlimit nutzbar, in Professional überhaupt nicht.
Für ein Team mit zwei Außendienstlern ist 1.500 viel. Für eine Abteilung, die Sequenzen auf eine gekaufte Liste fährt, ist es im ersten Monat erreicht. Es lohnt sich, die eigene Datensatzmenge gegen diese Zahl zu rechnen, bevor die Lizenz steht.
Was Microsofts CRM kostet
Alle Werte netto bei jährlicher Abrechnung, geprüft am 25.10.2026. Microsoft weist auf der Preisseite ausdrücklich darauf hin, dass die angezeigten Preise zur Information dienen und der tatsächliche Preis im Bestellvorgang erscheint. Ein Monatsmodell mit kürzerer Bindung ist auf der Seite nicht ausgewiesen.
| Lizenz | Preis pro Benutzer/Monat |
|---|---|
Sales Professional | 56,30 € |
LizenzSales Professional Preis pro Benutzer/Monat56,30 € | |
Sales Enterprise | 91,00 € |
LizenzSales Enterprise Preis pro Benutzer/Monat91,00 € | |
Sales Premium | 130,00 € |
LizenzSales Premium Preis pro Benutzer/Monat130,00 € | |
Microsoft Relationship Sales (ab 10 Plätze) | variabel |
LizenzMicrosoft Relationship Sales (ab 10 Plätze) Preis pro Benutzer/Monatvariabel | |
Relationship Sales ist keine vierte Funktionsstufe, sondern Sales Enterprise gebündelt mit LinkedIn Sales Navigator, mit einer Mindestabnahme von zehn Plätzen.
Wer über Sales hinausgeht, zahlt pro App weiter. Die benachbarten Produkte zur Orientierung:
| Produkt | Preis pro Benutzer/Monat |
|---|---|
Business Central Essentials | 69,30 € |
ProduktBusiness Central Essentials Preis pro Benutzer/Monat69,30 € | |
Business Central Premium | 95,30 € |
ProduktBusiness Central Premium Preis pro Benutzer/Monat95,30 € | |
Business Central Team Members | 6,90 € |
ProduktBusiness Central Team Members Preis pro Benutzer/Monat6,90 € | |
Customer Service Professional | 43,30 € |
ProduktCustomer Service Professional Preis pro Benutzer/Monat43,30 € | |
Customer Service Enterprise | 91,00 € |
ProduktCustomer Service Enterprise Preis pro Benutzer/Monat91,00 € | |
Customer Service Premium | 169,00 € |
ProduktCustomer Service Premium Preis pro Benutzer/Monat169,00 € | |
Dynamics 365 Contact Center | 95,30 € |
ProduktDynamics 365 Contact Center Preis pro Benutzer/Monat95,30 € | |
Microsoft rechnet dabei nach einem Basis-und-Zusatz-Modell: Die erste Dynamics-365-App muss als Basislizenz gekauft werden, und das ist laut Lizenzleitfaden immer die höchstpreisige Option. Weitere Apps für dieselben Benutzer kosten als Zusatzlizenz weniger, bei identischem Funktionsumfang. Für ein Team, das Sales und Customer Service parallel braucht, ist die Reihenfolge des Einkaufs also preisrelevant.
Rechenbeispiel für fünf Nutzer
| Variante | Pro Monat | Pro Jahr |
|---|---|---|
Sales Professional, 5 Nutzer | 281,50 € | 3.378 € |
VarianteSales Professional, 5 Nutzer Pro Monat281,50 € Pro Jahr3.378 € | ||
Sales Enterprise, 5 Nutzer | 455,00 € | 5.460 € |
VarianteSales Enterprise, 5 Nutzer Pro Monat455,00 € Pro Jahr5.460 € | ||
meetergo Suite, 5 Nutzer | 149,50 € | 1.794 € |
Variantemeetergo Suite, 5 Nutzer Pro Monat149,50 € Pro Jahr1.794 € | ||
Die Differenz zwischen Professional und Enterprise beträgt bei fünf Nutzern 2.082 € im Jahr, und sie entscheidet sich an genau einer Frage: Brauchst du Prognose und Gebiete, oder reicht eine Pipeline mit Phasen? Diese Frage ist vor dem Vertragsabschluss billiger zu beantworten als danach, weil ein Wechsel von Professional auf Enterprise nicht nur ein Tarifwechsel ist.
Die Einführungsfallen, die vor den Funktionen kommen
Drei Punkte aus der Lizenzierung bestimmen den Projektaufwand stärker als jede Funktionsliste.
Professional endet bei 15 eigenen Tabellen. Microsofts Lizenzleitfaden begrenzt die Professional-Lizenz auf 15 selbst angelegte Tabellen. Für eine klassische Vertriebspipeline reicht das. Wer Angebotspositionen, Objekte, Policen oder Mandate als eigene Datenstruktur abbilden will, ist schneller an der Grenze als erwartet.
Professional und Enterprise lassen sich nicht mischen. Der Leitfaden formuliert es direkt: Kunden, die Professional nutzen, können Sales Premium, Enterprise oder Sales Insights nicht in derselben Umgebung kombinieren. Das Modell „zwei günstige Lizenzen fürs Team, eine teure für die Vertriebsleitung" funktioniert in einer Umgebung nicht.
Fälle sind in Sales nur eingeschränkt nutzbar. Dynamics 365 Sales erlaubt das Anlegen von Fällen mit begrenzter Bearbeitung, ohne Fall-Prozessfluss, ohne SLAs, ohne Berechtigungen und ohne Fallrouting. Wer Support über das CRM abwickeln will, kauft Customer Service dazu.
Dazu kommt der Punkt, der in Angeboten selten auftaucht: Die Konfiguration ist Projektarbeit. Microsoft markiert Anpassung und Automatisierung in der Professional-Spalte als eingeschränkt und verweist für Automatisierung auf Power Automate, das zusätzliche Lizenzen erfordert.
Was Anwender bemängeln
Dynamics 365 Sales steht auf G2 bei 3,8 von 5 Sternen aus 1.624 Bewertungen (geprüft 25.10.2026). Das breitere Dynamics-365-Profil auf Capterra liegt mit 4,4 von 5 aus 5.863 Bewertungen höher, deckt aber die gesamte Produktfamilie ab und nicht nur den Vertriebsteil.
Die Kritik in der G2-Bewertungsübersicht zu Dynamics 365 Sales sortiert sich in vier wiederkehrende Punkte. Erstens die Einarbeitung: Anwender beschreiben die Navigation als sperrig und Bedienelemente als schwer zu finden. Zweitens der Einrichtungsaufwand, der als zeitintensiv gilt. Drittens die Lizenzkosten, die sich nach Einschätzung der Bewertenden für kleinere Betriebe summieren. Viertens, in den Capterra-Bewertungen zu Dynamics 365, Trägheit der Oberfläche und gelegentliche Probleme bei der Datensynchronisation.
Das Lob fällt dagegen konsistent auf zwei Punkte: die Verzahnung mit den übrigen Microsoft-Werkzeugen und die Anpassbarkeit. Beide Seiten beschreiben dasselbe Produkt korrekt. Es ist konfigurierbar, und genau das kostet Zeit.
Für wen Microsofts CRM passt, und für wen nicht
Gut aufgestellt ist Dynamics 365 Sales in drei Fällen. Unternehmen mit bestehender Microsoft-Landschaft holen aus Outlook, Teams und Power BI einen Zusammenhang, den sie sonst über Konnektoren bauen müssten. Vertriebsorganisationen mit Struktur, also mit Gebieten, Zielen und Prognose, finden diese Objekte ab Enterprise fertig vor. Firmen mit eigener IT oder Implementierungspartner können die Konfigurierbarkeit tatsächlich nutzen, statt sie als Last zu tragen.
Weniger passend ist es in drei anderen Fällen. Teams unter fünf Personen ohne IT-Zuständigkeit zahlen für Konfigurierbarkeit, die niemand ausschöpft. Betriebe, deren Vertrieb am Termin beginnt und nicht an der Lead-Liste, brauchen zuerst Buchung und Nachfassen, nicht Forecasting. Und wer eine Kundenliste mit Auftragshistorie sucht, findet in einem CRM für kleine Unternehmen schneller einen Treffer als in einer Plattform, die auf Anpassung ausgelegt ist.
Überspringe diesen Vergleich, wenn in deinem Betrieb niemand benennen kann, welche Felder ein Kundendatensatz braucht. Dann ist nicht die Produktauswahl das Problem, sondern der Prozess dahinter, und dafür ist ein selbst gebautes CRM manchmal die ehrlichere Zwischenstufe.
meetergo: der Teil vor dem CRM-Eintrag
meetergo ist eine in Köln gebaute Suite, die Terminbuchung, Formulare, Angebote, E-Signaturen und ein Vertriebs-CRM in einem Abo bündelt, gehostet auf Servern in Nürnberg. Der Ansatz unterscheidet sich von Dynamics 365 in der Richtung: Nicht die Kundenakte steht am Anfang, sondern der gebuchte Termin, aus dem Kontakt und Deal automatisch entstehen. Für Vertriebsteams heißt das konkret, dass die Pipeline sich aus Buchungen und Formularantworten selbst füllt und das Nachfassen an Workflows hängt, statt an Erinnerungen im Kopf.
Visuelle Pipeline mit Gewinnwahrscheinlichkeit
Deals liegen auf Kanban-Boards mit eigenen Phasen, Farben und Wahrscheinlichkeiten. Die Phase gibt den Standardwert vor, für einzelne Deals setzt du einen eigenen, und die gewichtete Prognose rechnet damit.

Ein CRM, das sich selbst pflegt
Mails landen per Weiterleitung oder Bcc an die Firmenadresse als Notiz am Kontakt, neue Kontakte werden dabei angelegt. Aus eingehenden Signaturen übernimmt meetergo Jobtitel, Firma, Telefon und Adresse, manuell gepflegte Werte bleiben stehen.
Kontakte erfassen ohne Abtippen
Ein Klick im LinkedIn-Profil legt den Kontakt an, eine fotografierte Visitenkarte liest die Felder aus, eine Sprachnotiz nach dem Besuch schlägt Jobtitel, Firma und Deal mit Quellsatz zur Prüfung vor. Per API und als mobiles CRM steht derselbe Datenbestand unterwegs bereit.

Website-Besucher und Vertriebsberichte
Über Webmetic siehst du in jedem Tarif, welche Firmen die Website besuchen, eingestuft nach Temperatur. Bucht jemand aus dieser Firma einen Termin, steht der Besuch am Datensatz. Die Berichte zeigen Meilensteine wie Demo gehalten und Angebot gesendet, die Zeit zwischen den Stufen und die Gründe für gewonnene und verlorene Deals.
| Tarif | Preis pro Nutzer/Monat |
|---|---|
Free | 0 € |
TarifFree Preis pro Nutzer/Monat0 € | |
Light (jährlich) | 9,90 € |
TarifLight (jährlich) Preis pro Nutzer/Monat9,90 € | |
Suite (jährlich / monatlich) | 29,90 € / 34,90 € |
TarifSuite (jährlich / monatlich) Preis pro Nutzer/Monat29,90 € / 34,90 € | |
Premium (jährlich / monatlich) | 49,90 € / 59,90 € |
TarifPremium (jährlich / monatlich) Preis pro Nutzer/Monat49,90 € / 59,90 € | |
Wo meetergo nicht hinkommt: Das CRM ist eine Vertriebspipeline mit Kontaktakte, keine konfigurierbare Unternehmensplattform. Eigene Tabellen für Policen oder Objekte, Gebietsmanagement, Vertriebsziele und eine Prognose auf Abteilungsebene gibt es nicht. Wer diese Objekte wirklich braucht, ist bei Dynamics 365 Sales Enterprise richtig, nicht hier. Wer sein bestehendes System behalten will, findet die vorhandenen CRM-Integrationen in der Übersicht.
Die Frage nach dem Konzernsitz
Dynamics 365 ist in einer deutschen Region und in weiteren europäischen Regionen verfügbar, unter anderem in Frankreich, der Schweiz, Schweden und Norwegen. Die Makroregion, die bei der Einrichtung einer Umgebung gewählt wird, bildet laut Microsofts Dokumentation die Datenresidenzgrenze für die jeweilige Geografie.
Das löst die Frage nach dem Speicherort, nicht die nach der Rechtsordnung. Microsoft Corporation hat ihren Sitz in den USA, und daraus folgt eine Zugriffslage, die ein europäisches Rechenzentrum nicht aufhebt. Welche Konsequenzen das hat, ist im Detail im Beitrag zum CLOUD Act aufgeschlüsselt; für Teams, die Microsoft-Werkzeuge bereits einsetzen, ist die DSGVO-Einordnung von Microsoft Teams der passendere Einstieg.
meetergo steht an dieser Stelle anders, weil kein US-Mutterkonzern dahintersteht und die Daten damit unter EU-Recht bleiben. Das ist kein Funktionsvorteil und auch kein Schutz vor Angriffen, sondern eine Frage der Jurisdiktion. Für Kanzleien, Praxen und öffentliche Auftraggeber ist es trotzdem häufig das erste Kriterium, lange bevor über Pipeline-Phasen gesprochen wird. Wie das Zusammenspiel aus Terminbuchung, Formular und Unterschrift unter einer Rechtsordnung aussieht, zeigt die DSGVO-Software-Suite.
Schluss mit Tool-Chaos. Terminbuchung trifft Sales Pipeline.
Schluss mit Tool-Chaos. Terminbuchung trifft Sales Pipeline.
Fazit: Wann Dynamics 365 Sales die richtige Wahl ist
Microsofts CRM ist ein ernsthaftes Vertriebssystem für Organisationen, die bereits auf Microsoft stehen, eine strukturierte Vertriebsorganisation führen und jemanden haben, der die Konfiguration verantwortet. Unter diesen drei Bedingungen ist der Preis von 91,00 € pro Benutzer für Enterprise angemessen, weil Prognose, Gebiete und Ziele ab Werk vorhanden sind und die Anbindung an Outlook, Teams und Power BI nicht gebaut werden muss.
Fehlt eine der drei Bedingungen, kippt die Rechnung. Ohne IT-Zuständigkeit bleibt die Konfigurierbarkeit ungenutzt, und mit Professional fehlen genau die Funktionen, für die man die Plattform gewählt hätte. In diesem Fall lohnt der Blick auf leichtere Systeme, etwa im CRM Software Vergleich oder in der Übersicht zu CRM-Systemen mit Terminplanung.
Für Teams, deren Vertrieb am gebuchten Termin beginnt, ist die Reihenfolge ohnehin umgekehrt: Zuerst muss der Termin zustande kommen und nachgefasst werden, erst danach stellt sich die Frage nach der Prognose. Welche Wirkung schnelle Reaktionszeiten dabei haben, zeigt die Auswertung zur Lead Response Time.
Pipeline in 30 Sekunden anlegen
Häufige Fragen
Ist ein CRM in Microsoft 365 enthalten?
Nein. Microsoft 365 liefert Outlook, Teams, Office und Speicher, aber keine Kundenakte mit Pipeline. Das CRM ist Dynamics 365 Sales und wird separat pro Benutzer lizenziert, ab 56,30 € netto bei jährlicher Abrechnung (geprüft 25.10.2026).
Gibt es Microsoft Dynamics CRM noch unter diesem Namen?
Der Produktname Dynamics CRM existiert nicht mehr. Microsoft hat die Funktionen in separat lizenzierte Apps aufgeteilt, von denen Dynamics 365 Sales dem alten CRM am nächsten kommt. Auch die Marketing-App wurde umbenannt und heißt jetzt Customer Insights - Journeys.
Was ist der Unterschied zwischen Dynamics 365 Sales und Business Central?
Sales verwaltet den Weg zum Auftrag, also Kontakte, Leads und Verkaufschancen. Business Central verwaltet das Geschäft nach dem Auftrag, also Finanzen, Lager und Abwicklung. Beide sind eigene Abos mit eigenen Preisen, und viele Mittelständler betreiben am Ende beide.
Lohnt sich Sales Professional für ein kleines Team?
Nur wenn die Anforderung bei Kontakten und einer Pipeline mit Phasen endet. Prognose, Gebietsmanagement und Vertriebsziele fehlen in Professional, die Lizenz ist auf 15 eigene Tabellen begrenzt, und ein späterer Wechsel auf Enterprise ist in derselben Umgebung nicht als Mischbetrieb möglich.
Wie lange dauert die Einführung von Dynamics 365?
Microsoft nennt keine Standarddauer, und sie hängt an der Zahl der Anpassungen. Die Bewertungen auf G2 und Capterra nennen den Einrichtungsaufwand durchgängig als Kritikpunkt, oft verbunden mit einem Implementierungspartner. Für eine realistische Planung rechnet man die Konfiguration als eigenes Projekt und nicht als Teil des Abos.
Liegen die Daten von Dynamics 365 in Deutschland?
Dynamics 365 ist in einer deutschen Datenregion verfügbar, und die bei der Einrichtung gewählte Makroregion bildet die Datenresidenzgrenze. Der Konzernsitz bleibt davon unberührt, weshalb Serverstandort und Rechtsordnung getrennt zu prüfen sind.
Kostet Copilot in Dynamics 365 extra?
Copilot ist ab Sales Enterprise in der Lizenz enthalten, Premium bringt zusätzlich 1.000 Copilot-Credits pro Benutzer und Monat. Darüber hinausgehende Agentenfunktionen laufen über Copilot-Credits, die in eigenen Plänen über Copilot Studio verkauft werden und ein Azure-Abo voraussetzen.





