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Lexware buchhaltung: vier Editionen im Vergleich, gestaffelt nach Funktionsumfang und Arbeitsplaetzen

Lexware Buchhaltung: Preise, Funktionen und Test 2026

|17 Min. Lesezeit
Dominik Rapacki
Dominik Rapacki
Dominik Rapacki ist CEO und Gründer von meetergo.com und treibt Innovationen im DSGVO-konformen Terminmanagement voran. Als Experte für SaaS, Vertrieb und Digitalisierung ist er regelmäßig in Podcasts zu Gast.

Key Takeaways

  • Die Desktop-Version ist teurer als die Cloud. Lexware buchhaltung basis kostet 21,90 € netto im Monat, Lexware Office startet bei 7,90 € netto (geprüft am 23.07.2026). Beide laufen im Abo.
  • buchhaltung und Office sind zwei Produkte. Die eine läuft lokal unter Windows, die andere im Browser. Wer die Namen verwechselt, kauft die falsche Software.
  • Der Preis staffelt sich über Arbeitsplätze. basis und plus decken einen ab, pro drei, premium fünf. Ab zwei Buchhaltungsplätzen ist pro rechnerisch günstiger.
  • Für reine Rechnungsstellung ist die Software überdimensioniert. Wer nur Angebote und Rechnungen braucht, zahlt für eine Buchführungsebene, die er nie öffnet.

Lexware verkauft unter einem Markennamen zwei Produkte, die kaum etwas gemeinsam haben, und die teurere ist ausgerechnet die, die auf deinem eigenen Rechner läuft. Bei fast jedem anderen deutschen Anbieter kostet die Cloud-Variante mehr als die Desktop-Lizenz, weil Hosting und Wartung eingepreist sind.

Dieser Test schaut sich die Desktop-Linie an: was die vier Editionen kosten, wo die Software im Alltag hakt, was Nutzerinnen und Nutzer öffentlich berichten und für welche Betriebe sich der Kauf 2026 noch rechnet.

Lexware Buchhaltung im Überblick

MerkmalProdukttyp
Lexware buchhaltungDesktop-Software, lokale Installation
MerkmalBetriebssystem
Lexware buchhaltungWindows 10 (64 Bit) und Windows 11, kein macOS, kein Linux
MerkmalEditionen
Lexware buchhaltungbasis, plus, pro, premium
MerkmalEinstiegspreis
Lexware buchhaltung21,90 € netto/Monat (geprüft am 23.07.2026)
MerkmalAbrechnung
Lexware buchhaltungAbo, monatliche Zahlung
MerkmalArbeitsplätze
Lexware buchhaltung1 (basis, plus), 3 (pro), 5 (premium)
MerkmalSchnittstellen
Lexware buchhaltungELSTER, DATEV-Export
MerkmalSpeicherbedarf
Lexware buchhaltung10 GB (basis, plus), 100 GB (pro, premium)
MerkmalCloud-Schwester
Lexware buchhaltungLexware Office, ab 7,90 € netto/Monat

Was ist Lexware Buchhaltung?

Lexware buchhaltung ist ein Finanzbuchhaltungsprogramm, das du auf einem Windows-Rechner installierst. Die Daten liegen lokal oder im Firmennetz, nicht beim Anbieter. Die Software beherrscht doppelte Buchführung und Einnahmenüberschussrechnung, erstellt Umsatzsteuer-Voranmeldungen und schickt sie über ELSTER ans Finanzamt, und sie exportiert Buchungsstapel in einem Format, das eine Steuerkanzlei in DATEV einlesen kann.

Gedacht ist das Programm für Betriebe, die ihre Buchhaltung selbst führen und die Kanzlei nur für Jahresabschluss und Beratung brauchen. Der Zuschnitt ist klassisch: Kontenrahmen, Buchungssätze, Sachkonten.

Wer noch nie einen Buchungssatz gebildet hat, sitzt hier vor einem Werkzeug, das Vorwissen voraussetzt. Das ist keine Schwäche der Software, sondern ihre Zielgruppendefinition.

Lexware buchhaltung oder Lexware Office: der wichtigste Unterschied

Lexware buchhaltung und Lexware Office trennt die Betriebsform, bei der Funktionstiefe liegen sie eng beieinander. Die Frage ist berechtigt: Lexware Office hieß bis vor Kurzem lexoffice, seit der Umbenennung stehen zwei ähnlich klingende Produktnamen nebeneinander.

Wo es läuft
Lexware buchhaltunglokal installiert, Windows
Lexware OfficeBrowser, jedes Gerät
Preis ab
Lexware buchhaltung21,90 € netto/Monat
Lexware Office7,90 € netto/Monat
Zugriff unterwegs
Lexware buchhaltungnur über den installierten Rechner
Lexware Officeüberall mit Login
Datenhaltung
Lexware buchhaltungeigener Rechner oder Server
Lexware Officebeim Anbieter, Hosting in Deutschland
Zielgruppe
Lexware buchhaltungBuchhaltung im Haus, mehrere Arbeitsplätze
Lexware OfficeSolo-Selbstständige, kleine Teams
Updates
Lexware buchhaltungüber die Software
Lexware Officeautomatisch

Für den Aufpreis bekommst du keine größere Funktionstiefe, sondern eine andere Betriebsform: Daten im eigenen Haus, Arbeit ohne Internetverbindung, Mehrplatzbetrieb im lokalen Netz. Für alle, die diese drei Punkte nicht brauchen, zahlst du für Eigenschaften, die im Alltag nicht auffallen. Ein Nutzer im Forum r/selbststaendig ordnet die Cloud-Variante so ein, dass sie für kleinere Freiberufler und Gewerbetreibende mit Einnahmenüberschussrechnung passt, sobald aber komplexere Einzelfälle dazukommen, stößt sie an Grenzen (Diskussion in r/selbststaendig). Diese Grenze verschiebt die Desktop-Version nach oben, sie hebt sie nicht auf.

Faustregel: Die Desktop-Linie kaufst du wegen der Datenhaltung und des Mehrplatzbetriebs. Kaufst du sie wegen der Funktionen, hast du dich vertan.

Lexware Buchhaltung Preise 2026

Die Preise für Lexware buchhaltung staffeln sich über vier Editionen, alle im Monatsabo.

Editionbuchhaltung basis
Preis (netto/Monat)21,90 €
Preis (netto/Jahr)262,80 €
Arbeitsplätze1
Editionbuchhaltung plus
Preis (netto/Monat)27,90 €
Preis (netto/Jahr)334,80 €
Arbeitsplätze1
Editionbuchhaltung pro
Preis (netto/Monat)57,90 €
Preis (netto/Jahr)694,80 €
Arbeitsplätze3
Editionbuchhaltung premium
Preis (netto/Monat)69,90 €
Preis (netto/Jahr)838,80 €
Arbeitsplätze5

Alle Angaben geprüft am 23.07.2026.

Was den Preis treibt, sind nicht einzelne Funktionen, sondern Arbeitsplätze. Zwischen basis und plus liegen sechs Euro im Monat, und dafür bekommst du zwei Dinge, die viele Betriebe tatsächlich brauchen: die Umsatzsteuer-Jahreserklärung und das integrierte Kassenbuch. Der Sprung von plus auf pro kostet dagegen dreißig Euro und bringt vor allem zwei zusätzliche Arbeitsplätze.

Rechnest du pro auf den einzelnen Arbeitsplatz herunter, landest du bei 19,30 € netto und damit unter dem Einstiegspreis von basis. Wer zu zweit oder zu dritt bucht, springt sinnvollerweise direkt auf pro, statt drei Einzelplätze zu kaufen.

Zum Vergleich: Die Cloud-Linie Lexware Office beginnt bei 7,90 € netto und reicht über 12,90 € und 21,90 € bis 32,90 € netto im Monat (geprüft am 23.07.2026). Die teuerste Cloud-Stufe kostet weniger als die zweitgünstigste Desktop-Edition. Auf das Jahr gerechnet stehen 838,80 € netto für premium gegen 394,80 € netto für die höchste Office-Stufe.

Kosten, die im Preis nicht sichtbar sind

Nicht sichtbar im Preis sind vier Posten, die in der ersten Jahresrechnung trotzdem auftauchen.

  • Hardware und Speicher. pro und premium verlangen 100 GB freien Speicher, basis und plus 10 GB. Auf einem älteren Bürorechner mit kleiner SSD wird das zum Thema, bevor du die erste Buchung erfasst.
  • Der Windows-Zwang. Arbeitet dein Team auf Macs, brauchst du einen Windows-Rechner oder eine Virtualisierung nur für die Buchhaltung.
  • Die Kanzlei bleibt. Die Software ersetzt keinen Jahresabschluss. Ein Selbstständiger mit rund 30 Buchungen im Monat beziffert seine Kanzleikosten auf etwa 70 € monatlich (Kommentar in r/selbststaendig). Rechne die Software als Zusatz, nicht als Ersatz.
  • Der Umstieg. Fehlt eine Importschnittstelle für dein bisheriges Programm, zahlst du den Wechsel in Arbeitszeit. Bei mehreren tausend Belegen ist das der größte Posten im ersten Jahr.
Der vierte Posten ist der teuerste und der einzige, den du vor dem Kauf klären kannst. Frag nach der Importschnittstelle, bevor du zahlst.

Für wen sich Lexware Buchhaltung eignet

Lexware buchhaltung eignet sich für Betriebe, die die Buchführungsebene selbst bedienen. Konkret passt die Software gut zu:

  • Handwerks- und Handelsbetrieben mit eigener Buchhaltungskraft, die täglich buchen und nicht monatlich Belege an die Kanzlei schicken.
  • Betrieben mit mehreren Buchhaltungsarbeitsplätzen, weil pro und premium den Mehrplatzbetrieb im lokalen Netz abdecken, ohne dass du pro Kopf einen Cloud-Zugang kaufst.
  • Unternehmen mit interner Vorgabe zur lokalen Datenhaltung, etwa weil Mandanten- oder Patientendaten das Haus nicht verlassen sollen.
  • Anwendern mit Buchhaltungsvorkenntnissen, die mit SKR 03 oder SKR 04 arbeiten und Buchungssätze selbst bilden.

Wer besser woanders sucht:

  • Solo-Selbstständige mit wenigen Belegen im Monat. Der Sprung von 7,90 € auf 21,90 € netto lohnt sich bei zehn Rechnungen im Monat nicht.
  • Alle, die auf einem Mac arbeiten. Lexware buchhaltung setzt Windows 10 (64 Bit) oder Windows 11 voraus (geprüft am 23.07.2026). Eine native Mac-Version gibt es nicht.
  • Betriebe, die nur Angebote und Rechnungen schreiben. Dafür brauchst du kein Buchführungsprogramm, das reicht ein Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer oder ein kostenloser Rechnungsgenerator.
Die Trennlinie verläuft bei der Frage, ob jemand im Haus Buchungssätze bildet. Die Betriebsgröße allein sagt darüber wenig aus.

Die wichtigsten Funktionen im Test

Die wichtigsten Funktionen von Lexware buchhaltung liegen auf der Buchführungsebene, nicht auf der Rechnungsebene. Sechs davon entscheiden im Alltag über den Nutzwert.

Doppelte Buchführung und EÜR

Das Herzstück. Die Software führt beide Gewinnermittlungsarten, du entscheidest beim Anlegen des Mandanten, welche greift. Kontenrahmen SKR 03 und SKR 04 sind hinterlegt, Buchungen laufen über Buchungsmasken mit Gegenkonto, Steuerschlüssel und Beleg.

Genau hier trennt sich die Zielgruppe. Wer aus der Kanzleiwelt kommt, findet sich zurecht. Wer bisher nur Rechnungen geschrieben hat, braucht Einarbeitungszeit, die kein Onboarding-Video abkürzt.

Der Umgang mit Belegen, die auf mehrere Konten aufgeteilt werden müssen, ist ein wiederkehrender Kritikpunkt in der Lexware-Welt. Im Umstiegsbericht eines Nutzers, der über 3.000 Belege von einem Wettbewerber übertragen hat, taucht der Fall auf, dass ein Beleg mit Büroausstattung und Kleingeräten zweimal hochgeladen und zweimal verbucht werden musste, weil sich die Position nicht sauber splitten ließ (Erfahrungsbericht in r/selbststaendig). Bei einem Beleg ist das lästig, bei dreitausend ist es ein Projekt.

Mandantenfähigkeit und Mehrplatzbetrieb

Die Editionen pro und premium erlauben, dass drei beziehungsweise fünf Arbeitsplätze gleichzeitig auf denselben Datenbestand im lokalen Netz zugreifen. Das ist der eigentliche Grund, warum diese Stufen existieren, und der Punkt, an dem die Desktop-Linie gegen die eigene Cloud tatsächlich gewinnt: Bei Lexware Office zahlst du zusätzliche Nutzer, bei buchhaltung pro sind die drei Plätze im Preis enthalten.

Voraussetzung ist ein Server oder ein dauerhaft laufender Rechner im Netz, auf dem der Datenbestand liegt. Diese Maschine ist ab dem Moment ein Betriebsmittel: Sie braucht ein Backup, sie braucht Platz (100 GB bei pro und premium), und wenn sie ausfällt, steht die Buchhaltung.

Eine Einschränkung gehört dazu: Mandantenverwaltung im Sinne von Fristenkontrolle und Kanzleiorganisation findest du hier nicht. Dafür ist DATEV gebaut.

ELSTER-Anbindung und Umsatzsteuer

Umsatzsteuer-Voranmeldung und Dauerfristverlängerung laufen direkt aus der Software ans Finanzamt, ohne Umweg über das ELSTER-Portal. Das spart pro Monat ein paar Minuten und, wichtiger, eine Fehlerquelle beim Abtippen.

Die Umsatzsteuer-Jahreserklärung ist erst ab der Edition plus enthalten. Das ist eine der wenigen Stellen, an denen der Aufpreis von basis auf plus einen konkreten Gegenwert hat, und für die meisten Betriebe der eigentliche Grund, nicht in der Einstiegsedition zu bleiben.

DATEV-Schnittstelle

Lexware exportiert Buchungsstapel in einem Format, das deine Kanzlei einlesen kann. Für die Arbeitsteilung, bei der du laufend buchst und die Kanzlei den Abschluss macht, ist das die zentrale Funktion.

Der Weg funktioniert gut in eine Richtung. In die andere wird es zäh: Beim Wechsel von einem anderen Buchhaltungsprogramm zu Lexware berichtet der oben genannte Nutzer, dass eine DATEV-Importschnittstelle fehlte und der komplette Altbestand manuell übertragen werden musste.

Eine Steuerfachangestellte mit zehn Jahren DATEV-Erfahrung, die aus Kostengründen zu Lexware gewechselt ist, beschreibt den Alltag als mühsam: CSV-Importe, die einen aufgeteilten Betrag dreifach in gleicher Höhe anzeigen statt ihn zu splitten, eine Sortierung, die beim Abstimmen durcheinandergerät, und eine Suche, die sich beim Zurücknavigieren zurücksetzt (Kommentar in r/selbststaendig). Das ist die Perspektive einer Profi-Anwenderin, und sie ist härter als die eines Freiberuflers mit fünf Rechnungen im Monat.

Wenn du umsteigst, ist die Importfrage keine Detailfrage. Sie entscheidet darüber, ob dein erstes Jahr mit Lexware ein Datenprojekt wird.

Kassenbuch und Anlagenverwaltung

Zwei Funktionen, die den Preisaufbau erklären. Das integrierte Kassenbuch kommt ab plus dazu und ist für alle relevant, die Bargeschäfte erfassen müssen, also Gastronomie, Einzelhandel, Handwerk mit Barzahlungen.

Die Anlagenverwaltung ist der Edition premium vorbehalten. Wer Wirtschaftsgüter abschreibt und das nicht in einer Excel-Nebenrechnung führen will, landet damit bei 69,90 € netto im Monat (geprüft am 23.07.2026). Das sind 42 € netto Aufpreis gegenüber plus, im Kern für die Abschreibungen. Für viele kleinere Betriebe ist die Excel-Liste plus Kanzlei die günstigere Antwort.

Bankanbindung und Belegerfassung

Kontoumsätze lassen sich abrufen und Buchungen zuordnen. Das funktioniert im Normalbetrieb unauffällig, hängt aber an den Schnittstellen der Banken. Ein Freiberufler, der seit 2019 mit Lexware arbeitet und insgesamt zufrieden ist, berichtet, dass die Anbindung seiner Bank ein- bis zweimal im Jahr für ein paar Tage aussetzt, wenn die Bank an ihrer API etwas ändert, und dass Lexware das meist zügig nachzieht (Kommentar in r/selbststaendig). Das ist ein realistisches Bild: kein Dauerproblem, aber auch nichts, worauf du dich am Tag der Voranmeldung verlassen solltest.

Die Belegerfassung selbst ist funktional, aber unbarmherzig bei Sonderfällen: Sobald eine Rechnung mehrere Konten betrifft, verlässt du die automatische Zuordnung und arbeitest von Hand.

E-Rechnung, Mobilnutzung und Integrationen

Bei der E-Rechnung nach EN 16931 unterscheiden sich die beiden Lexware-Linien deutlich. Für Lexware Office ist die Erstellung dokumentiert (geprüft am 23.07.2026), bei den Desktop-Editionen hängt der Umfang von der konkreten Edition ab.

Das ist 2026 keine Nebensache mehr. Nach § 14 Abs. 1 UStG muss eine E-Rechnung dem europäischen Format nach der Richtlinie 2014/55/EU entsprechen, also XRechnung oder ZUGFeRD (Gesetzestext auf gesetze-im-internet.de). Die Übergangsregeln in § 27 Abs. 38 UStG erlauben Papier oder PDF nur noch für Umsätze bis zum 31. Dezember 2026, bei maximal 800.000 € Vorjahresumsatz bis Ende 2027 (Gesetzestext auf gesetze-im-internet.de). Für den Empfang steht dort keine Übergangsfrist, die Empfangspflicht gilt seit dem 1. Januar 2025.

Mobil arbeitest du mit der Desktop-Linie nicht. Eine App gibt es für Lexware Office, nicht für buchhaltung. Wer Belege unterwegs fotografieren will, braucht die Cloud-Linie.

Prüfliste vor dem Kauf: Deckt deine konkrete Edition die Ausstellung von E-Rechnungen ab? Ab 1. Januar 2027 ist die Frage für die meisten Betriebe nicht mehr optional.

Stärken und Schwächen

Wo Lexware Buchhaltung stark ist

  • Vollwertige doppelte Buchführung mit SKR 03 und SKR 04, kein abgespecktes Rechnungstool.
  • ELSTER-Übermittlung direkt aus der Software.
  • Mehrplatzbetrieb im lokalen Netz ab der Edition pro, ohne Preis pro Kopf.
  • Daten bleiben im eigenen Haus. Das erfüllt interne Vorgaben zur Datenhaltung.
  • Deutsche Software für deutsches Steuerrecht, inklusive DATEV-Export für die Kanzlei.

Wo Lexware Buchhaltung schwächelt

  • Nur Windows. Für macOS bietet Lexware keine native Desktop-Buchhaltung an, der Weg führt über Virtualisierung oder die Browser-Linie Lexware Office (geprüft am 23.07.2026).
  • Belege, die auf mehrere Konten aufgeteilt werden müssen, verursachen Mehrarbeit, wie der Umstiegsbericht in r/selbststaendig und der Kommentar der Steuerfachangestellten zeigen.
  • Der Import aus fremden Buchhaltungsprogrammen ist schwach ausgebaut, der Wechsel wird zur Handarbeit.
  • Der Preis liegt deutlich über der eigenen Cloud-Linie, ohne dass die Funktionstiefe entsprechend steigt.
  • Anlagenverwaltung erst in der teuersten Edition, also ab 69,90 € netto im Monat.
Die Schwächen liegen fast alle an den Rändern: Umstieg, Sonderfälle, Plattform. Im laufenden Normalbetrieb hört man von der Software wenig.

Lexware Buchhaltung Kundenbewertungen

Öffentliche Kundenbewertungen für die Desktop-Linie sind dünn gesät, für die Cloud-Schwester gibt es dagegen belastbare Stichproben. Auf OMR Reviews kommt Lexware Office auf 4,3 von 5 Punkten bei 184 abgegebenen Bewertungen (geprüft am 22.07.2026).

Bewertungsprofil von Lexware Office auf OMR Reviews mit 4,3 von 5 Punkten aus 184 Bewertungen, Stand 22.07.2026

Breiter ist die Basis beim Vergleichsportal trusted.de, das für dieselbe Cloud-Linie 12.074 App-Store-Bewertungen mit 4,7 von 5 (Stand 14.06.2026) und 183 Trustpilot-Bewertungen mit 4 von 5 (Stand 02.07.2026) zusammenträgt. Gelobt werden dort Nutzerführung und mobile Bedienung. In der Kritik stehen laut trusted.de drei Punkte: Support bei tiefergehenden technischen Fragen, eine fehlende automatisierte Archivierung und Datenverluste, wenn die Datenmenge groß wird.

Der letzte Punkt deckt sich mit dem Befund der Steuerfachangestellten oben: Die Reibung entsteht bei Volumen, nicht bei den ersten fünfzig Belegen.

Fuer die Desktop-Linie selbst gibt es keine belastbare Sammelbewertung. OMR Reviews fuehrt zwar ein Profil zu Lexware Buchhaltung, es steht am 23.07.2026 aber bei null Bewertungen ("Noch nicht genuegend Bewertungen vorhanden"), und Capterra listet das Desktop-Produkt gar nicht. Wer die Desktop-Linie einschaetzen will, findet also keine oeffentliche Nutzerstimme und ist auf Referenzen aus dem eigenen Umfeld oder die Einschaetzung der Steuerkanzlei angewiesen.

Wichtig bei der Einordnung: Die belastbaren Zahlen stammen aus der Cloud-Linie. Sie beschreiben denselben Hersteller und dieselbe Support-Organisation, aber ein anderes Produkt.

So entscheidest du dich

Drei Fragen entscheiden, ob Lexware buchhaltung die richtige Wahl ist. Beantworte sie in dieser Reihenfolge, weil jede die nächste erübrigen kann.

  • Läuft dein Betrieb auf Windows? Wenn nicht, ist die Entscheidung hier zu Ende. Es gibt keine Mac-Version, und eine Virtualisierung nur für die Buchhaltung ist ein eigener Kostenblock plus ein eigener Wartungsfall.
  • Bedienst du die Buchführungsebene selbst? Wenn du Buchungssätze bildest, Konten abstimmst und die Voranmeldung selbst absetzt, rechtfertigt die Software ihren Preis. Wenn du Belege sammelst und monatlich an die Kanzlei schickst, zahlst du für einen Programmteil, den du nie öffnest.
  • Existiert eine Importschnittstelle für dein bisheriges Programm? Diese Frage klärst du vor dem Kauf beim Anbieter, nicht danach. Bei einem vierstelligen Belegbestand entscheidet die Antwort über mehrere Arbeitstage.

Fällt Frage 1 oder 2 negativ aus, ist Lexware Office oder ein reines Rechnungsprogramm der kürzere Weg. Fällt Frage 3 negativ aus, kalkuliere den Umstieg als Projekt.

meetergo: wenn der Termin die Rechnung auslösen soll

meetergo ist eine europäische Software-Suite für Terminbuchung, CRM, Formulare, E-Signaturen und Rechnungen, mit Kunden von der Steuerkanzlei bis zum Vertriebsteam. Der Unterschied zu einem Buchhaltungsprogramm liegt im Auslöser: Nicht der Beleg startet den Prozess, sondern der gebuchte Termin. Für Steuerkanzleien und Finanzberatung heißt das, dass Mandantentermin und Abrechnung in derselben Kette liegen.

Die wichtigsten Funktionen

Angebot zu Rechnung in einem Schritt

Aus einem gewonnenen Deal wird ein Angebot, das die Kundin freigibt, und aus dem freigegebenen Angebot per Klick eine Rechnung. Positionen, Kontakt und Steuersätze kommen aus dem CRM, du tippst nichts doppelt ab.

Rechnung in meetergo aus einem freigegebenen Angebot erstellen, Positionen und Steuersaetze werden uebernommen

E-Rechnung nach EN 16931

meetergo erstellt strukturierte E-Rechnungen nach EN 16931, also im XRechnung- und ZUGFeRD-Format. Damit erfüllst du das Formatkriterium aus § 14 Abs. 1 UStG, ohne einen zweiten Konverter dazwischenzuschalten.

meetergo stellt eine E-Rechnung nach EN 16931 aus, PDF mit eingebettetem maschinenlesbarem XML

Wiederkehrende Rechnungen und Mahnwesen

Retainer und Abos legst du einmal an, die Rechnung geht danach automatisch zum Stichtag raus. Bei überfälligen Rechnungen verschickt das automatische Mahnwesen die Erinnerungen, ohne dass jemand eine Liste durchgeht.

Wiederkehrende Rechnung in meetergo mit Intervall, Startdatum und automatischem Versand

DATEV-Export und Lexware-Anbindung

Rechnungen und Buchungen exportierst du in einem DATEV-kompatiblen Format, damit die Kanzlei weiterarbeiten kann. Die Daten liegen dabei auf EU-Infrastruktur mit Servern in Frankfurt, und meetergo hat als deutsches Unternehmen keine US-Konzernmutter.

Wer Lexware für die Buchhaltung nutzt, kann beide Systeme direkt koppeln. Die Lexware-Integration legt jede Person, die einen Termin bucht, automatisch als Kontakt in Lexware an, sucht vorher über die E-Mail-Adresse nach Dubletten und aktiviert sich gezielt pro Termin-Typ. Die Verbindung läuft über einen Lexware-API-Schlüssel aus deinem Lexware-Konto. Prüfe vorab, welche Lexware-Linie du einsetzt: Der API-Zugang gehört zur Cloud-Seite des Portfolios.

DATEV-kompatibler Export in meetergo mit Kontenrahmen, Zeitraum und Debitorenkonto

Preise

TarifFree
Preis (Monat)0 €
TarifLight
Preis (Monat)9,90 €
TarifSuite
Preis (Monat)29,90 €
TarifPremium
Preis (Monat)49,90 €
TarifEnterprise
Preis (Monat)auf Anfrage

Alle Details stehen auf der Tarifübersicht. Der Free-Tarif läuft dauerhaft kostenlos, für die bezahlten Tarife gibt es sieben Tage Test ohne Kreditkarte.

Wo meetergo an Grenzen stößt

meetergo ist kein Buchhaltungsprogramm. Es gibt keine doppelte Buchführung mit Buchungssätzen, keine Einnahmenüberschussrechnung, keine Umsatzsteuer-Voranmeldung über ELSTER und kein Kassenbuch. Wer diese Ebene braucht, ersetzt Lexware buchhaltung damit nicht.

Realistisch ist die Arbeitsteilung: Termin, Angebot und Rechnung entstehen in meetergo, die Kontakte laufen über die Lexware-Integration weiter, und die Buchführung passiert dort, wo sie hingehört, in der Buchhaltungssoftware oder in der Kanzlei. Wer eine einzige Software für beide Ebenen sucht, ist mit meetergo falsch beraten.

Kundenbewertungen

Auf OMR Reviews steht meetergo bei 4,8 von 5 Sternen aus 62 Bewertungen.

meetergo auf OMR Reviews mit 4,8 von 5 Sternen aus 62 Bewertungen
Schreib deine erste Rechnung aus einem gebuchten Termin heraus, ohne Kreditkarte: meetergo kostenlos testen.

Lexware, DATEV oder etwas anderes

Die Frage "Lexware oder DATEV" wird oft so gestellt, als wären es zwei Optionen für dieselbe Person. Sind sie nicht. DATEV ist auf Steuerkanzleien zugeschnitten, Lexware auf das Unternehmen selbst. Wenn deine Kanzlei mit DATEV arbeitet, zählt nicht, welches Programm besser ist, sondern ob deine Software sauber nach DATEV exportiert.

Im deutschen Markt deckt sevDesk ähnliches Terrain wie Lexware Office ab und startet günstiger in die Buchhaltungsstufe. Für Betriebe, deren Umsatz aus Terminen entsteht, ist die interessantere Frage ohnehin, ob Terminbuchung, CRM-System und Rechnung zusammengehören. Wer nur prüfen will, wie viel Umsatzsteuer auf einen Betrag entfällt, kommt mit dem Mehrwertsteuer-Rechner schneller ans Ziel als mit jeder Installation.

Die ehrliche Antwort auf "Lexware oder DATEV" lautet für die meisten Unternehmen: beides, in Arbeitsteilung.

Fazit: Lohnt sich Lexware Buchhaltung 2026?

Für Betriebe mit eigener Buchhaltungskraft, mehreren Arbeitsplätzen und dem Wunsch, Daten im Haus zu behalten, ist Lexware buchhaltung eine solide Wahl. Die Buchführung ist vollwertig, die ELSTER-Anbindung nimmt Arbeit ab, und ab der Edition pro kostet der einzelne Arbeitsplatz nur noch 19,30 € netto.

Für alle anderen ist der Fall schwächer geworden. Im Abo, zum zwei- bis dreifachen Preis der eigenen Cloud-Linie und nur unter Windows, muss die lokale Datenhaltung dieses Delta allein tragen. Das tut sie in genau einem Fall: wenn eine interne Vorgabe verlangt, dass die Daten das Haus nicht verlassen.

Wenn du dagegen vor allem Rechnungen schreibst, ist ein Freelancer-Setup aus Terminbuchung und Rechnung der kürzere Weg, und die Buchführung bleibt da, wo sie am günstigsten ist: in der Kanzlei.

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Häufige Fragen zu Lexware Buchhaltung

Was kostet Lexware Buchhaltung im Jahr?

Zwischen 262,80 € und 838,80 € netto, je nach Edition. basis liegt bei 262,80 €, plus bei 334,80 €, pro bei 694,80 € und premium bei 838,80 € netto pro Jahr (geprüft am 23.07.2026).

Ist Lexware Buchhaltung eine Einmallizenz oder ein Abo?

Ein Abo mit monatlicher Zahlung. Die klassische Einmallizenz, für die viele die Desktop-Version ursprünglich gekauft haben, ist im aktuellen Angebot nicht mehr der Standardweg.

Läuft Lexware Buchhaltung auf dem Mac?

Nein. Vorausgesetzt sind Windows 10 in der 64-Bit-Version oder Windows 11. Auf einem Mac brauchst du eine Virtualisierung oder einen zweiten Rechner.

Was ist besser, Lexware oder DATEV?

Die beiden zielen auf verschiedene Nutzer. DATEV ist Kanzleisoftware, Lexware ist Unternehmenssoftware. Für dich als Unternehmen zählt vor allem, dass dein Programm sauber nach DATEV exportiert.

Brauche ich trotzdem einen Steuerberater?

In den meisten Fällen ja. Die Software übernimmt die laufende Buchführung und die Umsatzsteuer-Voranmeldung, den Jahresabschluss und die steuerliche Beratung ersetzt sie nicht.

Kann ich damit E-Rechnungen erstellen?

Für die Cloud-Linie Lexware Office ist die Erstellung nach EN 16931 dokumentiert (geprüft am 23.07.2026). Bei den Desktop-Editionen prüfe die Funktionsliste deiner konkreten Edition vor dem Kauf, der Umfang unterscheidet sich.

Ab wann muss ich E-Rechnungen ausstellen?

Die Empfangspflicht gilt seit dem 1. Januar 2025. Für das Ausstellen erlaubt § 27 Abs. 38 UStG Papier oder PDF noch für Umsätze bis zum 31. Dezember 2026, bei maximal 800.000 € Vorjahresumsatz bis Ende 2027.

Wie viele Arbeitsplätze sind enthalten?

Einer bei basis und plus, drei bei pro, fünf bei premium. Der Preis pro Arbeitsplatz sinkt dabei deutlich, ab zwei Buchhaltungsplätzen lohnt der Sprung auf pro.

Gibt es eine kostenlose Testversion?

Für Lexware Office gibt es einen 30-Tage-Test, der automatisch endet und nicht in ein Abo übergeht (geprüft am 23.07.2026). Für die Desktop-Editionen prüfe die Testbedingungen direkt beim Anbieter, sie unterscheiden sich von der Cloud-Variante.

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